Was ist eigentlich besonderes an der Zahl Zwölf ?


Die Zahl Zwölf wird oft als besondere Zahl, manchmal auch als Glückszahl angesehen. Die Zahl Zwölf hat auch noch richtig einen eigenen Namen, erst dann kommt dreizehn (drei plus zehn) und und es gibt auch noch einen eigenen Namen für zwölf Stück, nämlich ein Dutzend.
Was ist also besonderes an der Zahl Zwölf.

Nun die Zahl Zwölf ist durchaus eine interessante Zahl. Sie ist durch 2, 3, 4, und 6 teilbar und das kann in diesem Zahlenbereich keine andere Zahl. Hier ein Vergleich:

Zahl        teilbar durch         Potenz von
6                   2, 3
8                   2, 4                        2
10                 2, 5
12                 2, 3, 4, 6
14                 2, 7
16                 2, 4, 8                     2

Die Zahl Zwölf ist also bis zur Zahl Sechs bis auf die Zahl Fünf durch alle Zahlen teilbar.
Wenn man also 12 Stück von irgend etwas hat so kann man diese unter 2, 3, 4, und 6 Personen gerecht aufteilen. Das vermeidet Streit und mag dazu beigetragen haben das die Zahl Zwölf als Glückszahl angesehen wird. Die nächste Zahl, Dreizehn, ist eine Primzahl, dreizehn Stück kann man nicht gerecht aufteilen, das kann Streit bedeuten. Möglicherweise wird sie deswegen auch als Unglückszahl angesehen.
In der Geometrie gibt es überall „Zweiecke“ (Strecke), Dreiecke, Vierecke und Sechsecke. Fünfecke spielen weniger eine Rolle.
Auch kann man etwa zwölf Stück zu Zweien, zu Dreien, zu Vieren oder Sechsen nebeneinander anordnen.
Bei Grafiken hätte man den Vorteil mehr Maßstäbe mit runden Zahlen zur Verfügung zu haben.
Die Teilbarkeit der Zahl Zwölf ist daher schon ein Vorteil und in alten Zahlensystemen und Maßsystemen kommt daher die Zahl Zwölf oft vor.

Ein Beispiel aus der Technik ist der 6 Zyl. Reihenmotor und der 12 Zyl. V-Motor. Bereits beim 6 Zyl. Reihenmotor, also der halben Zahl von Zwölf sind alle Massen ausgeglichen, beim V12 Motor auch. Das beschert diesen Motoren besondere Laufruhe ohne dass man Massenausgleichswellen braucht. Selbst bei der Zahl 6 ist die Teilbarkeit durch die beiden kleinsten Zahlen 2 und 3 oft bereits ein Vorteil.

Der Tag hat bis heute zwei mal zwölf Stunden, hier wurde das Zehnersystem nie eingeführt.

Dass wir bei der Zeit eine Stunde mit 60 Minuten haben und eine Minute mit 60 Sekunden ist auch durchaus kein Zufall.

Die Zahl 60 ist nämlich die erste Zahl die bis zur Zahl 6 durch alle Zahlen teilbar ist, also auch durch die Zahl 5. Auch die Zahl 60 ist daher eine interessante Zahl.
Die Zahl 60 ist teilbar durch:

Zahl             teilbar durch
60                2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20, 30

Es ist daher kein Wunder dass auch die Zahl 60 in alten Zahlensystemen und Maßsystemen häufig vorkommt. Beim Winkel werden bis heute 360 Grad also 6 mal 60 verwendet.
Auch 60 Stück hatten früher einen eigenen Namen, 60 Stück waren ein Schock.
Die Zahl 60 ist für ein Zahlensystem aber wohl eher zu groß.
Die Zahl 12 ist nicht zu groß und wäre daher für ein Zahlensystem wesentlich besser geeignet als die Zahl 10.

Dass sich im Zahlensystem die Zahl 10 durchgesetzt hat wird wohl damit zu tun haben dass wir zehn Finger haben. Bis heute zählen wir uns manche Dinge gerne an den Fingern ab.

Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, 5 Tage ist es her.
Gestern bei der Feier waren: Erika, Monika, Kathie, Herbert, Gerhard, Kurt und Harald.
Wie gesagt, bis heute zählen wir uns solches gern an den Fingern ab.
Dass wir also 10 Finger haben wird wohl die Ursache dafür sein dass wir heute das wesentlich unpraktischere Zehnersytem, also das Dezimalsystem, haben statt ein Zwölfersystem.
Dieses System zu ändern ist leider so gut wie undurchführbar, alle Maßsysteme die auf dem Dezimalsystem beruhen müssten auch umgeändert werden und das ist in der Tat nicht realistisch.



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Copyright © 2017      Gottfried Langmann                            12.2.2017
         aktualisiert:   7.3.2018